Weltgebetstag

Titelbild Weltgebetstag

Der diesjährige Weltgebetstag findet am Freitag 01.03.2019 um 18 Uhr im Gemeindesaal der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Buttstädt statt. Es geht um die Frauen und Kinder in Slowenien unter dem Motto: Kommt alles ist bereit!

Das Vorbereitungstreffen ist am Donnerstag, 24.01.2019 um 19 Uhr im Gemeindesaal der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Buttstädt.

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

Ehrenamtsempfang für das Kirchspiel Buttstädt

Am Anfang eines Neuen Jahres ist es ein guter Brauch zurückzuschauen auf die vielen wunderbaren Augenblicke, die die Kirchengemeinden im Jahr 2018 erleben durften: Gelungene Gottesdienste und Konzerte, gemeinsames Kaffeetrinken im Grünen, eine Festwoche für Alt und Jung, der Eine-Welt-Kiosk, das Läuten der Glocken, die Reinigung der Räume und Kirchen, die allgemeine Verwaltung, die Besuchsdienste. All dies wäre nicht möglich ohne die Mithilfe von Frauen und Männern aus den Gemeinden, die ihre Kraft, Zeit, Liebe und Fantasie einsetzen für das Allgemeinwohl in den einzelnen Kirchgemeinden. So gab es am 5. Januar eine Einladung zum Ehrenamtsempfang nach Buttstädt ins Gemeindehaus, um all den fleißigen Helfern DANKE zu sagen.

60 Gäste aus Buttstädt, Niederreißen, Oberreißen, Rudersdorf, Willerstedt, Nirmsdorf und Hardisleben durften einen schönen Abend miteinander erleben. Am Anfang stand eine Andacht zur Jahreslosung, die von der Kantorin Frau Schaback und vom Kantor in Ruhe Horst Mey musikalisch gestaltet wurde. Danach waren alle ins Kabarett Fettnäpfchen (vor Ort) eingeladen, um das Programm zu erleben: „Eine Frau, die schweigt, unterbricht man nicht“. Einige der Witze werden sicher noch länger im Gemeindealltag ihre Lacher zurück lassen. Für das leibliche Wohl war gesorgt mit einem reichhaltigen Büfett. Es war Zeit sich auszutauschen und schon Ideen zu sammeln für das Jahr 2019.

Ein besonderer Dank ging an diesem Abend an Frau Verwiebe, die Pfarramtssekretärin, ohne ihre Planung und Organisation wäre so ein schöner Abend nicht möglich gewesen.

Jahreslosung für das Jahr 2019

„Suche Frieden und jage ihm nach!“
(Psalm 34,15)

In uns allen aber lebt sie, die Sehnsucht nach Frieden. Wir haben Sehnsuchtsbilder in uns, Vorstellungen, wie Frieden auszusehen hat. Von Menschen, die sich die Hände reichen oder sich umarmen. Blumenwiesen mit Schmetterlingen, leuchtende Regenbogen und Tauben in allen Variationen… Alles wunderbar, gut und richtig. Wir sehnen uns besonders in solchen Zeiten wie diesen, nach einer hellen, harmonischen Welt! Aber mich persönlich auf die Suche machen und dem Frieden hinterherjagen? Wenn ich jage, muss ich mich bewegen, schnell sein, aufmerksam. Wenn ich jage, muss ich früh aufstehen, meinen gewohnten Weg verlassen, unwegsames Gelände betreten, still sein.

Wenn uns die Jahreslosung nun gerade dazu auffordert, dem Frieden nachzujagen, dann geht es um meinen ganzen Einsatz. Es geht darum, aktiv zu werden, aufzustehen, meinen bequemen Sessel zu verlassen, mich anzustrengen, um diesem kostbaren, scheuen Wesen, dem Frieden, auf die Spur zu kommen.

Wie angenehm wäre es doch, wenn der Friede uns einfach in den Schoß fallen würde!! Gott aber fordert uns auf, etwas zu tun: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Das bedeutet: Dem Frieden unsere gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Uns nicht ablenken lassen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Und wenn er in erreichbarer Nähe ist, ihn festzuhalten und alles zu tun, damit er bleibt! Unsere menschliche Natur sucht häufig etwas ganz anderes, sie hält nach Gelegenheiten Ausschau, bei denen ein anderer einen Fehler gemacht hat. Und schon stürzen wir uns darauf und vertreiben damit den Frieden, anstatt ihn festzuhalten.

Frieden nach biblischem Verständnis ist echte Beziehung. Beziehung zwischen Gott und mir und auch zwischen mir und meinen Mitmenschen. Wir können viel über den Frieden reden, aber Frieden machen fängt bei jedem persönlich an. Zu allererst bei mir selbst.

Doch unsere eigenen menschlichen Schwächen, die uns meistens selbst gar nicht bewusst sind verhindern, dass wir uns auf die Suche nach Frieden machen können. Wir haben den Blick auf uns selbst gerichtet, anstatt auf den friedvollen Umgang miteinander. Der Friede fängt da an, wo ich den anderen und mich selbst verstehen lerne. Wenn ich damit aufhöre mich selbst allzu wichtig zu nehmen und meine Mitmenschen als gleichwertig ansehe. Wenn ich auf den Anderen zugehen, ihn um Verzeihung bitten und/ oder ihm die Hand zur Vergebung reichen kann. Welch ein wunderbarer Friedensschluss! Frieden schenkt Versöhnung mit Gott und Menschen. Und Frieden hat Gerechtigkeit, Wahrheit und Güte im Gefolge. Im Frieden sind wir zufrieden. Doch Frieden ist niemals selbstverständlich, sondern immer zerbrechlich. Schneller zerstört als geschaffen. Gehen wir achtsam damit um! Und dann dürfen wir auch erleben, dass die so harmonisch-wunderbaren Friedensbilder ein Stück weit in unserem Leben Wirklichkeit werden und unsere Sehnsucht nach Friedensmomenten gestillt wird. Doch das Suchen nach Frieden wird nicht aufhören.

Lassen sie uns 2019 gemeinsam auf der Suche nach dem Frieden sein in unseren Häusern, an den Arbeitsplätzen, in den Schulen und in unseren Kirchengemeinden.
Bleiben sie auch im kommenden Jahr gesegnet und behütet!

Ihre Pfarrerin Evelin Franke