Monatsspruch August 2019

HERR, wie sind deine Werke so groß und viel, und die Erde ist voll deiner Güter (Psalm 104,24)

Die Welt ist ein wunderbarer Garten des Lebens. Wenn ich durch diesen Garten des Lebens gehe, erlebe ich ihn unterschiedlich. Mal voller Staunen und Jubel. Geht Ihnen beim Duft einer Rose oder beim satten Grün der Bäume nicht auch das Herz auf? Andererseits scheint mir beim Blick in die Natur auch manches voller Seufzen und Klagen. Wie viele Bäume sind seit dem vergangenen Sommer vertrocknet? Welche Unwetter brechen über uns herein? Was tun wir Menschen der Schöpfung an, weil wir von allem nicht genug bekommen können? Pflanzen und Tiere verlieren ihr Leben, weil wir ihnen den Lebensraum nehmen. Wir ahnen, welche dramatischen Konsequenzen das für uns alle hat. Wir reden ja täglich darüber. So gehört zum Schöpfungslob auch das Lied der Klage.

Wie gut, dass Gott der Schöpfer nicht nur den Lobgesang hört. Er hat auch das Seufzen im Ohr. Der Apostel Paulus schreibt deshalb von der Hoffnung für die Schöpfung: „Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden.“ Als Christen bekennen wir Christus als den Anfang einer neuen Welt. Am Ende der Zeit erwartet uns diese neue Welt ohne Leid und Geschrei. So hören wir gut hin auf das Seufzen der Geschöpfe um uns und in uns selbst: es soll nicht nur ein Klagelied sein, sondern auch ein Hoffnungslied. Es ist das Lied der Sehnsucht nach dem, was uns verheißen ist: einen neuen Himmel und eine neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt. Mit wunderbaren Bildern beschreibt der Prophet Jesaja diese Neue: „Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und ein Kind wird ohne Schaden seine Hand ins Schlupfloch der Kreuzotter stecken.“ Also eine ganz neue Schöpfung.

Mit solcher Hoffnung im Herzen kann ich ganz anders durch den Garten des Lebens gehen. Denn Hoffnung weckt neue Kräfte, neue Ideen, eröffnet neue Wege. Nicht weil ich ums Überleben kämpfe setze ich mich für die Umwelt ein, sondern weil Gott das Bild der neuen Welt in unser Herz gelegt hat. Und jeder meiner kleinen Schritte ist KEIN Tropfen auf den heißen Stein, sondern ist ein Tropfen im großen Strom des Lebens, von dem am Ende der Bibel die Rede ist. Mein eigenes unvollkommenes Handeln ist hinein genommen in das große Heilshandeln Gottes. Ich muss nicht die Welt retten – das ist Gottes Sache – meine Aufgabe ist das Tun des Gerechten. Als Kinder Gottes dürfen wir uns für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Im Blick auf all unsere Unzulänglichkeit dürfen wir darauf vertrauen: der Schöpfer der Welt, ist auch der Neuschöpfer. HERR, wie sind deine Werke so groß und viel, und die Erde ist voll deiner Güter – das war am Anfang so und so wird es auch am Ende der Zeit sein. In unseren Jahren dazwischen gilt es diesen Garten des Lebens zu behüten und zu bewahren. Dazu helfe uns Gott.

Dies wünscht Ihnen Ihr Pfr.i.R. Johannes Schmidt

Projekt Musical „Wir machen Musik“ in Buttstädt

Lad viele Kinder ein ins Haus und in den Garten
Lass sie dort singen und tanzen, wo keiner ihre Kreise stört,
lass sie dort fröhlich spielen, wo der Himmel blüht…

Wir machen Musik – Musical – Projekt der Region Mitte!

Vom 13 – 15. August sind Kinder eingeladen in das Gemeindehaus in Buttstädt, um miteinander ein Musical einzuüben und dieses dann natürlich auch aufzuführen. Jeden Tag wollen wir in der letzten Ferienwoche mit einem Profimusiker Musik machen, tanzen, lachen, gemeinsam spielen, essen, trinken, Spaß haben, ins Schwimmbad gehen, ausruhen… Wenn ihr Lust habt und eure Eltern es erlauben, können wir auch eine Nacht im Pfarrhaus oder der Kirche übernachten. Beginn ist jeden Tag 10 Uhr und wir hören immer 17 Uhr auf!

Meldet euch bitte an unter der Telefonnummer 036373/40290 ober per E-Mail unter kirchenbuero@kirche-buttstaedt.de

Eine fröhliche Ferienzeit wünscht Euch
Pfarrerin Evelin Franke und Team

Sommerurlaub von Pfarrerin Franke

Pastorin Evelin Franke hat vom 8. Juli bis Ende Juli Urlaub.

Vertretung in dringenden Angelegenheiten hat das Pfarrerehepaar Simon in Rastenberg oder Sie melden sich bei Frau Verwiebe im Kirchenbüro Buttstädt.

Monatsspruch Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jakobus 1, 19)

Eine häufige Ursache zwischenmenschlicher Konflikte ist fehlende oder unzureichende Kommunikation. Wir reden viel und reagieren schnell, meist nehmen Emotionen bereits vorder Beendigung einer Aussage überhand. Wir reagieren, bevor wir hören. Wir sind auf 180, so drücken wir es aus, wenn der Blutdruck steigt und der Brüller sich schon den Weg ins Freie sucht. In der Psychologie ist „aktives Zuhören“ ein eigenes Forschungsthema. Jemanden wirklich zuzuhören erfordert Aufmerksamkeit, Konzentration, Willen und Übung.

Ein menschliches Grundbedürfnis ist es, gehört und gesehen zu werden. Der Vers in Jakobus ist an die Christengemeinde Jesu gerichtet, Hintergrund des Briefes könnten Streitigkeiten und Missverständnisse der paulinischen Schriften innerhalb der Gemeinden gewesen sein. Es geht um das Hören des Wortes Gottes und die eigene Reaktion darauf – die emotionale Reaktion und die Handlungsreaktion. „Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn“ beinhaltet zudem auch eine aktive Aufforderung, den Prozess des Zuhörens einzuüben und sich die Zeit und Stille dafür zu nehmen. Wer hören will, der kann nicht gleichzeitig reden. Wer hören will, der muss zunächst einmal still sein.

Das, was wir in der zwischenmenschlichen Kommunikation oftmals verpassen, wenn wir unseren Gegenüber nicht wirklich Zeit und Aufmerksamkeit schenken, um ihn zu hören und zu sehen, kann weitreichende Folgen mit sich bringen. Dinge, die nie so gesagt oder gemeint wurden und Dinge, die gesagt, aber nicht gehört wurden, schaffen emotionale Distanzierung, Isolation und Streitigkeiten. Wir sind darauf angewiesen, einander zu hören, wenn wirzwischenmenschliche Verbindungen schaffen wollen. Und noch viel mehr sind wir darauf angewiesen, das Wort zuhören, das uns Leben gibt und Handlungsanweisungen für ein gutes, lebensbejahendes Miteinander bereitstellt. Der Vers in Jakobus darf auch heute als eine Einladung, ein Hinweis und eine Aufforderung verstanden werden, sich die Zeit zu nehmen, Gottes Wort zu hören. Und er darf als eine Einladung und eine Erinnerung wahrgenommen werden, sich die Zeit zu nehmen, einander zu hören.

Viele gute Dinge nehmen im Kleinen, Unscheinbaren ihren Anfang. Vielleicht ist das Zuhören einer dieser Anfänge, die Großes bewirken. Eine Entscheidung, in die es sich lohnt, Zeit und Energie zu investieren. Gerade in diesen Tagen und Wochen, in denen wir unterwegs sind an den verschiedensten Urlaubsorten sind wir eingeladen, andere Menschen wahrzunehmen, wenn sie mit uns im Hotel oder der Herberge, auf dem Campingplatz oder in der Ferienwohnung wohnen. Gerade in den Ferien schenkt Gott uns die Zeit sein Wort in den verschiedensten Andachten und Gottesdiensten zu hören oder in der Bibel zulesen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Zeit.

Ihre Pfarrerin Evelin Franke

Roldisleben ist eine Reise wert!

Der Rudersdorfer Frauenkreis der Kirchgemeinde besuchte am 18.06.2019 die kleine Gemeinde Roldisleben, OT von Rastenberg.

Hier hatten wir uns mit Herrn und Frau Bismark verabredet um uns das Projekt Bienenkirche vorstellen zu lassen. Diese Ausstellung läuft vom 13.04. bis 07.07.2019 in der Peter- und Paul-Kirche in Roldisleben, also höchste Zeit die Einblicke in das Bienenleben, dargestellt von der Künstlerin Janett Zippel noch anzusehen.

Leider wurde bisher das viele Engagement für dieses Projekt viel zu wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Angesprochen sind Gruppen von Schulklassen oder auch Menschen mit Interesse an Kunst und Bienenzucht. Nutzen Sie die wenigen Tage noch, die Ausstellung zu besuchen.

Gut verbinden läßt sich dieser Besuch auch mit der Besichtigung des offenen Gartens der Familie Bismark wie auch des Arboretums.

Das Arboretum ist eine Anpflanzung von Bäumen, ein Versuchsgarten, hiermit wurde begonnen den jeweiligen Baum des Jahres seit 1994 anzupflanzen und zu einer schönen Anlage zu gestalten. Es werden Erfahrungen gesammelt, ob jeder Baum auf jedem Stück Land gepflanzt werden kann und wie sich das Wachstum gestaltet. Ein sehr interessanter Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung unserer Umwelt.

Wir danken der Familie Bismark dafür, mehr über Natur, Kunst und das Leben um uns herum zu erfahren und hoffen mit diesem Artikel noch Interessierte zum Aufbruch nach Roldisleben zu bewegen.

B. Becker

Gemeindebeitrag oder Kirchgeld 2019

Freundliche Erinnerung an die Zahlung des freiwilligen Gemeindebeitrag für das Jahr 2019.

Wir möchten alle Gemeindeglieder, die das noch nicht getan haben, sehr herzlich darum bitten, dies noch zu tun. Sie können dies im Büro, Gregor-Reimann-Str. 1 jeden Dienstag von 16.00 – 18.00 Uhr bezahlen oder auch auf das Konto der Ev. Kirchgemeinde Buttstädt überweisen.

Buttstädt Nordthüringer Volksband e. G. Filiale Buttstädt
IBAN: DE 85 8209 4054 0002 2661 80
BIC: GENODEF1NDS

Für jeden bezahlten Euro bekommt die Kirchgemeinde 0,50 Euro Zuschuss vom Kirchkreis. Wir würden uns freuen, wenn Sie helfen, denn das Geld kommt in vollem Umfang unserer Kirchengemeinde zu Gute.

Wählerlisten für die Kirchgemeinden 2019

Banner GKR-Wahl

Am 20.10.2019 finden in allen Gemeinden des Kirchspiels die Wahlen der Gemeindekirchenräte statt. Die Wählerlisten für jeden Ort sind erstellt. Jedes Kirchenmitglied hat das Recht, Auskunft zu erhalten, ob er oder sie in die Listen aufgenommen wurde.

Nachfragen, Änderungsmitteilungen oder Ergänzungen zur Wählerliste sind bitte im Kirchenbüro bei Frau Verwiebe, erreichbar dienstags von 16 bis 18 Uhr oder per E-Mail über kirchenbuero@kirche-buttstaedt.de oder Telefon unter 036373 40290 anzugeben.

Monatsspruch Juni 2019

Wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? (Apg. 2,11f)

„Ich verstehe nur noch Bahnhof!“ – Stoßseufzer angesichts von Ratlosigkeit.

Die Pfingstgeschichte in der Bibel erzählt davon , dass eine der wichtigsten Wirkungen des Geistes Gottes die ist, das alle das Reden der Apostel verstehen, die Sprache wieder das ist, was sie zuallererst sein soll, ein Verständigungsmittel. Das gelingt auch deswegen, weil der Geist Gottes ein Geist der Liebe ist. Denn das sich Menschen nicht mehr verstehen, obwohl sie die gleiche Sprache sprechen, liegt oft daran, dass sie einander nicht (mehr) lieben und schätzen.

Ein aufmunterndes Lied von Clemens Bittlinger haben wir im Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden gesungen: „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehn, voneinander lernen, miteinander umzugehn… und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn.“

Ich wünschen uns, dass wir dies in unserer Gemeinde erleben: dass wir verstehen und verstanden werden, dass wir mutig nachfragen, wenn wir etwas nicht verstanden haben, und geduldig zuhören, wenn uns jemand erst einmal nicht versteht. Denn dann ist der Geist Gottes in unserer Gemeinde lebendig. Und mehr brauchen wir nicht. In diesem Sinne sollten wir Pfingsten feiern.

Ich wünschen uns und unseren Lieben ein gesegnetes Pfingsfest!

Ihre Pfarrerin Evelin Franke