Gedenkläuten täglich um 21 Uhr im Kirchspiel Buttstädt

Liebe Gemeindeglieder! Liebe Mitbürger!

Ich möchte Ihnen heute einiges über das Läuten der Glocken in unseren Gemeinden erzählen.

Glocken gibt es seit über 5000 Jahren, seit ungefähr 1500 Jahren werden sie im Christentum als Rufinstrumente und als Zeichen für liturgische Handlungen eingesetzt. Mit ihren weltumspannenden Klängen verbinden sie die Kultur­geschichten der Menschheit und sprechen Menschen an – gleich welcher Haut­farbe, welcher ethnischen Herkunft, welcher Nation sie auch immer sein mögen. Glocken rufen zum Gebet und zur Fürbitte, sie zeigen Zeit und Stunde an und erinnern an die Ewigkeit.

In unseren Gemeinden gibt es ganz unterschiedliche Läuteordnungen. Am Sonntag laden die Glocken ein zum Gottesdienst. Zu den verschiedensten Kasualien wird geläutet – Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Am Samstagabend wird in den Gemeinden der Sonntag eingeläutet. In Buttstädt läuten jeden Tag die Glocken um 7 Uhr, um 12 Uhr und um 18 Uhr. Das sogenannte „Angelus“ –Läuten. Dieses Läuten ist eine Einladung zum Gebet am Morgen, am Mittag und am Abend.

In Zeiten der Not und Sorge möchte ich Sie alle einladen zu einem Läuten am Ende des Tages.

Jeden Abend sollen um 21 Uhr für fünf Minuten die Kirchenglocken läuten— in ökumenischer Vielfalt mit vielen Kirchen in Stadt und Land.

Sie läuten als Zeichen, dass Gott da ist. Ihm will ich vertrauen, dass er uns und die ganze Welt in seinen Händen hält. Sie läuten als Zeichen des Dankes an die Menschen, die sich jetzt ganz besonders um andere Menschen kümmern.

Als Zeichen der Verbundenheit sind zusätzlich alle eingeladen, während des Glockengeläutens eine Kerze ins Fenster zu stellen. Vielleicht beten wir zusammen ein Vaterunser und denken an die Menschen, die jetzt wie wir am Fenster, im Altenheim oder im Krankenhaus stehen. Lasst uns so ein Netz aus Licht und guten Gedanken knüpfen.

Bleibt behütet!

Evelin Franke

 

 

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