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JAHRESLOSUNG 2012
Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Kor. 12,9
Liebe Turmblickleserinnen und –leser!
In diesem Februar ändert sich einiges im Kalender, denn wir haben ein Schaltjahr. Und nicht nur das, selbst Heiligengedenktage geraten „in Bewegung“: Neben dem 29. Februar verschiebt sich z.B. auch das Fest des Apostels Matthias vom 24. auf den 25. Februar.
Im 1. Kapitel der Apostelgeschichte wird berichtet, wie man an Stelle des Verräters Judas nun Matthias als neuen Zeugen der Auferstehung Jesu in den Kreis der 11 Apostel wählte. Aus seinem Leben ist nur wenig bekannt: Matthias, der Name bedeutet „Gottes Gabe“, soll aus einer wohlhabenden Bethlehemer Familie stammen und schon sehr früh Jesus kennen gelernt haben. Er war wohl einer aus dem Umfeld der 70 Jünger, die Jesus einst aussandte. Über seinen Tod gibt es unterschiedliche Berichte. Die einen sagen, er sei in Frieden gestorben und in Rom begraben worden, andere Berichte sprechen davon, dass er den Märtyrertod erlitt.
Die Gebeine des Apostels sollen im Auftrag der Kaiserin Helena, der Mutter des ersten christlichen Kaisers Konstantin I., nach Trier überführt worden sein. Seit 1127 werden die Reliquien in der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier verehrt. Es ist das einzige Apostelgrab diesseits der Alpen.
Auch wenn wir evangelische Christen keine Heiligen verehren, kann es uns stärken, wenn wir erleben wie unser Bekenntnis an einem konkreten Ort verankert ist. Auf dem Gelände der heutigen Benediktinerabtei in Trier finden sich viele Zeugnisse des christlichen Glaubens aus spätantiker Zeit.
Hier kann man mit Händen greifen, was es heißt, in einer „Wolke der Zeugen“ (Hebr. 12) zu stehen. Der Blick zurück bis auf die Anfänge der Kirche in unserem Land, läßt manche heutige Last der Kirche leichter tragen. Diese Botschaft des Matthiasgrabes bleibt. Egal ob es echt ist oder nicht. Der Matthiastag 2012 ist der Freitag nach Aschermittwoch. Er liegt also am Beginn der Passionszeit. Eine alte Bauernregel richtet darum unsern Blick schon auf Ostern: „Wenn Mattheis kommt herbei, legt die Henne das erste Ei.“
Es grüßt Sie herzlich
Pfarrer Schmidt
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